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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Dr. Stephanie Marra zum Universitätsarchiv

Dr. Stephanie Marra leitet das Archiv der TU Dortmund. Sie ist so etwas wie die Hüterin des Gedächtnisses der Universität.


Das Universitätsarchiv wurde erst 2012 eingerichtet, also 44 Jahre nach Gründung der Universität. Hatten die Planer das Archiv vergessen?

Archive werden an Hochschulen manchmal als „Nachzügler“ betrachtet – sie werden dann eingerichtet, wenn man sie braucht.  Im Fall der TU Dortmund wurden zum Glück von Anfang an zahlreiche Unterlagen in der Hochschulverwaltung und in den Fakultäten gesammelt. Darauf konnten wir gut aufbauen. Mittlerweile sammeln und verzeichnen wir natürlich systematisch. Parallel dazu laufen bei uns auch zusätzlich größere Vorhaben wie zum Beispiel die Digitalisierung und Verzeichnung von rund 21.000 Negativen und Dias aus dem Bildarchiv der Hochschulkommunikation. Daneben gibt es noch verschiedene Serviceleistungen, die wir für die Angehörigen der Universität im Angebot haben, zum Beispiel Beratungen, Sichtung des Bestands oder die Ablieferung von Pflichtexemplaren der Veröffentlichungen aus der TU Dortmund.

Es wird also aktuell viel nachgearbeitet. Hat das Archiv „Gedächtnislücken“?

Bei den Unterlagen der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungs- und Archivierungspflichten in der Regel nicht. Vieles verbleibt zunächst auch bei denjenigen, die die Akten anlegen. Dann sind diese Materialien für uns noch nicht „archivreif“. Aber wir wissen zumindest, wer sie hat und wo sie sind.  Manchmal weiß man aber tatsächlich nicht, welche Schätze für die Universitätsgeschichte noch zu heben wären. Daher ein Appell: Bieten Sie uns alles das an, was Sie für Ihre Dienstaufgaben nicht mehr benötigen oder was noch mehr Licht in unsere  Universitätsgeschichte bringen kann. Wir zählen auf Sie!

Ein Archiv ist vor allem viel Papier, Bits und Bytes – oder?

Natürlich überwiegt das analoge und digitale Schrifttum, aber wir sammeln auch alles andere, was man nicht unbedingt bei uns vermutet: teilweise ungewöhnliche Objekte wie zum Beispiel Gastgeschenke aus aller Welt, aber auch zahlreiche Münzen und Medaillen, Fotos, Karten und Pläne. Werbematerialien wie Plakate, Flyer, Ansichtskarten, Merchandising-Artikel etc. gehören auch zum Sammelbestand. Natürlich alles immer mit Bezug zur TU Dortmund. Und das schönste daran ist – wir können zahlreiche dieser Objekte dank unserer Akten und Fotos mit konkreten Personen und Ereignissen verbinden. Das ist viel wert.


Zur Person:

Dr. Stephanie Marra (47) studierte in Bochum und Genua Geschichte, Prähistorische Archäologie und Romanistik. Sie arbeitet seit 1998 in verschiedenen Funktionen an der TU Dortmund. Ab 2008 baut sie das Universitätsarchiv auf. Seit 2012 ist Dr. Marra Leiterin der Abteilung Archive und Sammlungen und des Archivs der TU Dortmund.

Zum Archiv der TU Dortmund geht es hier.


Dieses Porträt und viele weitere spannende Themen zu 50 Jahren TU Dortmund finden Sie auf der Jubiläums-Webseite.




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